Dinge verschwinden und tauchen aus dem Nichts wieder auf.

Gegenstände verändern ihre Gestalt, scheinen zu schweben. Sogar Menschen verlieren den Kontakt zum Boden – mit Modern Art of Magic verwandelte sich die Congresshalle in Saarbrücken wieder zu einem magischen Ort.

Zwischen Luke Dimons Lippen steckt eine Zigarette. Plötzlich verschwindet sie in seiner Hand, um gleich darauf zunächst am Ohr, dann am Ellenbogen wieder zum Vorschein zu kommen. Luke Dimon hat nicht nur flinke Finger, sondern auch eine flinke Zunge. Gekonnt unterhält er das Publikum, während hinter dem Vorhang für die nächsten Großillusionen umgebaut wird.

The Magic Man zeigte in seiner Nummer einen riesigen Zauberwürfel, der scheinbar von einem kleineren gesteuert wurde. In dem großen Würfel befand sich seine Assistentin, die als Postbotin verkleidet das Paket mit dem Würfel überbrachte, dann aber schnell vor der Ehefrau des Magiers flüchten musste. Aber nach dem Aufklappen der vier Seitenwände war sie plötzlich aus dem Würfel verschwunden und tauchte in einer anderen Ecke der Halle wieder auf.

Der Auftritt von „The Magic Man“ war nur eines der vielen Highlights, die es am Mittwoch bei der Zaubergala „Modern Art Of Magic“ in der Saarbrücker Congresshalle zu sehen gab.

Auch Maxim Maurice und sein Team überzeugten mit vielen Illusionen, wie etwa mit vier übereinander angeordneten Bildschirmen, die auseinandergeschoben werden und dahinter er und seine Assistentin abwechselnd erscheinen und verschwinden konnten. Mit dem gleichen rasanten Tempo ging es auch bei der Quick-Change Darbietung zu. Unzählige blitzschnelle Kleiderwechsel von Jennifer Martinez und am Ende einem etwas langsameren Wechsel von Maxim Maurice, der seine Partnerin schon zum Gähnen brachte. Aber zum Abschluss glänzten beide mit einem zauberhaften weißen Outfit im Glitter-Regen.

Doch die Zauberer gehen nicht immer pfleglich mit ihren Gehilfinnen um:  Da wurden Assistentinnen durchbohrt, zersägt und wieder zusammengesetzt. Für die nötige Portion Witz an diesem Abend sorgte auch Jochen Stelter, der mithilfe eines Freiwilligen Wasser in Schnaps verwandelte und das gesamte Publikum auf parodistische Weise in die Geheimnisse der Magie einweihte.

Die weiteste Künstleranreise hatte diesmal Igor Trifunov aus Belgrad. Der Manipulator belegte mit seinen Darbietungen den 4. Platz bei der letzten Weltmeisterschaft. Die Gäste erlebten wie er mehrere Sektflaschen mit Leichtigkeit aus dem Ärmel zaubert oder gar in Übergröße auf der Bühne erscheinen ließ. So schnell, wie diese Sektflaschen nachwachsen, können die Zuschauer nicht gucken, und das nicht nur in jeder Menge, sondern auch in jeder Größe. Dass die angezündete Zigarre plötzlich Seifenblasen produziert, die auch noch feste Form annehmen, vermag angesichts so viel eleganter Magie dann schon kaum mehr zu verwundern.

„Modern Art Of Magic“ überzeugte durch einen gelungenen Mix. Und Moderator Luke Dimon bilanzierte zum Abschluss: „Saarbrücken macht einfach Spaß!“ Insgesamt 900 Besucher staunten, lachten und spendeten reichlich Beifall. Für weitere magische Momente sorgt Maxim Maurice am 26. Mai, 20 Uhr, in der Kulturhalle Völklingen.


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