Mit einer Zuwendung von rund 68.000 Euro beteiligt sich das Umweltministerium an einer Fremdwasserentflechtungsmaßnahme im Ortsteil Spiesen der Gemeinde Spiesen-Elversberg. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid überreichte Umweltstaatssekretär Roland Krämer dem Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg, Reiner Pirrung, bei einem Termin in der Gemeinde. „Als Umweltministerium unterstützen wir die Bemühungen der Kommunen, sauberes Wasser von verunreinigtem Wasser zu trennen. So werden durch Fremdwasserentflechtungsmaßnahmen etwa die Risiken einer Überflutung der Kanalisation nach Starkregenereignissen deutlich gesenkt. Zudem steigern die Maßnahmen die Reinigungskraft und Effizienz von Kläranlagen, wodurch der Geldbeutel der Gebührenzahler entlastet wird“, so Krämer.

Aufgrund von Entwässerungsproblemen an der Kanalisation in Spiesen ist die Erweiterung des bestehenden Trennwassersystems geplant. Entlang der Straße „Am Freidelbrunnen“ soll auf einer Länge von 276 Metern ein neuer Schmutz- und Regenwasserkanal verlegt werden. So wird das Schmutzwasser künftig in die Kläranlage Brebach und das Regenwasser in den Spieser Mühlenbach geleitet.
In puncto Umweltschutz ist die Fremdwasserentflechtung in Spiesen gleich doppelt erfreulich. Mit Umsetzung der Maßnahme bleibt das unbelastete Oberflächenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf erhalten, und es kann auf den Betrieb zweier wartungs- und energieintensiver Pumpwerke verzichtet werden.

Fremdwasser ist sauberes Wasser, das nicht gereinigt werden muss und daher nicht in die Kanalisation gehört. Eine hohe Belastung von Kläranlagen mit Fremdwasser führt zu Nachteilen im Gewässerschutz. Ebenso hat es negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Betriebsführung einer Abwasseranlage.
Die Kosten der Baumaßnahmen werden zu 50 Prozent vom Land über das Förderprogramm „Aktion Wasserzeichen“ gefördert. Das Förderprogramm zur Regenwasserbewirtschaftung wird aus den Mitteln der Abwasserabgabe gespeist.

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