„Tönet Ihr Lieder, fein sei der Klang“

Foto: (c) Petra Pabst für Kultur und Sport
Foto: (c) Petra Pabst für Kultur und Sport

– die Bedeutung dieser Worte machen sich seit mehr als 120 Jahren die Herren des Männerchors „Harmonie 1896“ Dudweiler zu eigen. Traditionell hatten sie am vergangenen Samstag zu ihrem jährlichen Ehrungsabend eingeladen und trugen unter anderem mit Wohlklang auch dieses Lied vor. Da die Winzer in diesem Jahr wegen des ungewöhnlich warmen Sommers schon früh mit der Weinlese begonnen hatten und daher kein junger Federweißer mehr angeboten werden konnte, haben die Organisatoren kurzerhand umdisponiert. Jahreszeitengerecht gab es für die Mitglieder daher anstelle des Federweißerfestes ein Oktoberfest mit Würsten, Brezeln und köstlichem Landbier. So erschien auch so manche Dame im Dirndl und so mancher Herr in Bayerntracht im Sängerheim.

Mit einem gekonnten Jodler läutete der erste Vorsitzende und Moderator, Uwe Staub, den Abend ein. Sogleich hatte er die Aufmerksamkeit der rund 70 Gäste, die der Einladung von Schriftführer Axel Blauth gefolgt waren. Unter ihnen Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Regionalverbandspräsident Peter Gillo (beide SPD), der an diesem Abend für seine langjährige Unterstützung als Stammgast bei vielen Veranstaltungen, Ratgeber und Freund der Harmonie zum Ehrenmitglied ernannt wurde. „Er hatte die Schirmherrschaft über unser 43. Park- und Lichterfest, das leider unser letztes war. Da er diese Aufgabe nicht mehr weiter geben konnte, können wir heute sagen, er ist gewissermaßen unser ‚ewiger Schirmherr’“, so Staub bei seiner Laudatio.

Bevor es ans Feiern ging, wurden einige Mitglieder und Sänger für langjährige Treue und Verdienste für die Harmonie beziehungsweise Singen im Chor geehrt und ausgezeichnet. So überreichte der Vorstand an Anneliese Thielen eine Urkunde und eine Ehrennadel in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Benno Hoese geehrt. Er erhielt neben einer Urkunde die Ehrennadel in Gold. Eine besonders hohe Belobigung und Ehrung sprach der zweite Vorsitzende Rolf Herschler an den Harmonie-Vorsitzenden Staub selbst und seinem Schriftführer Blauth aus. „In 25 Jahren Arbeit im geschäftsführenden Vorstand der Harmonie haben diese beiden einen hervorragenden Einsatz für die Gemeinschaft in diesem Verein geleistet.“

Neben den Ehrungen seitens des Männerchores überreichte der Vorsitzende des Kreischorverbandes Saarbrücken, Georg Riehm, im Namen des Saarländischen Chorverbandes und des Deutschen Chorverbandes je eine Urkunde und eine Ehrennadel für 40 Jahre aktives Singen im Verein an Konrad Müller und für 50 Jahre aktive Sängerschaft an Berthold Pitz. Konrad Müller durfte sich zudem über weitere besondere Ehren freuen. Für 40 Jahre aktiven Gesang in der Harmonie überreichte ihm Uwe Staub eine rare Ehrennadel, die es in dieser Form seit einiger Zeit bereits nicht mehr gibt. „Weitere Nadeln können wir dir kaum mehr anstecken, Du hast schon alle“, sagte Staub lachend. Zudem wurde auch er zum Ehrenmitglied der Harmonie ernannt. „Ich kann mich nicht erinnern, dass es in all den Jahren bei der Organisation von Veranstaltungen oder beim Verrichten von Arbeiten jemals ein ‚Nein’ von unserem Konni gab“, so Blauth bei seiner heiteren Laudatio auf den als „Konrad Müller-Muckenstrunz“ bekannten Schnauzbartträger. Weitere zu Ehrende und treue Mitglieder waren an dem Abend verhindert. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgezeichnet. Diese sind: Andreas Baldes, Marianne Kaiser, Hannelore Roolf und Olav Wunn (25 Mitgliedschaft), Fritz Schaumlöffel (50 Jahre), Hans-Jakob Klein (55 Jahre) sowie Günter Schmidt (65 Jahre Mitglied). Für 25 Jahre Singen in der Harmonie wird zudem noch Marc Oster nachgeehrt. Sie alle erwartet eine Urkunde, eine Ehrennadel und gegebenenfalls ein Präsent.

Nachdem Uwe Staub noch wichtige Informationen zur bevorstehenden fünftägigen „Großen Harmoniefahrt“ nach Bamberg genannt hatte, läuteten die Sänger des Männerchores auf gewohnt musikalische Weise das Ende des feierlichen Teils des Abends und den Beginn des geselligen Feierns ein. „Ein frisches Bier trink ich so gern“, hieß es dabei in schönster Harmonie.