Nach der Pleite des Verkehrsvereins

Nun ein Nachtumzug in Völklingen

Beispielfoto Nachtumzug Gresaubach - Foto: (c) Michael Ludwig für Kultur und Sport
Beispielfoto Nachtumzug Gresaubach – Foto: (c) Michael Ludwig für Kultur und Sport

Wehrden. Der Völklinger Rosenmontagszug und der Verkehrsverein sind Vergangenheit. Die Karnevalsgesellschaft Die Rosselanos will nun für einen ungewöhnlichen Ersatz sorgen.

Kaum in Wehrden angekommen, wollen die aus Großrosseln stammenden Rosselanos in Völklingen für eine karnevalistische Besonderheit sorgen. Allerdings wird die Karnevalsgesellschaft nicht den Völklinger Rosenmontagsumzug wieder aufleben lassen. Den hatte stets der Völklinger Verkehrsverein organisiert und durchgezogen. Das Aus für den Verkehrsverein vor einigen Monaten bedeutete also auch das vorläufige Ende für den Umzug am höchsten Tag der Karnevalisten.

Nein, die Rosselanos planen ihr eigenes Ding: einen karnevalistischen Nachtumzug. Das im vergangenen halben Jahr erarbeitete Konzept liegt nach Angaben der Rosselanos derzeit dem Völklinger Ordnungsamt zur abschließenden Begutachtung und Genehmigung vor, wie der Karnevalsverein informiert. Andreas Chandoni, der Präsident der Rosselanos, hat die bereits seit einiger Zeit leise maunzende Katze aus dem Sack gelassen, als er die Pläne der Rosselanos für die kommenden Jahre vorstellte. So sind neben dem Nachtumzug als Knüller der Rosselano-Veranstaltungen unter anderem die Gründung einer Mini- und einer Jugendgarde sowie öffentliche Fastnachtsveranstaltungen in Planung.

Der erste Völklinger Nachtumzug soll schon in der in drei Wochen startenden Session unter der Federführung der KG Rosselanos in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft (IG) Wehrden, deren Vorsitzenden Patrick Becker und Organisationsleiter Uwe Jager, stattfinden. In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Völklingen und der Völklinger Freiwilligen Feuerwehr war das Team die vergangenen Monate damit beschäftigt, das Konzept zur Völklingen-Premiere des Nachtumzugs auszuarbeiten.

Die Rosselanos hatten schweren Herzens ihr bisheriges Domizil am Westschacht zwischen Großrosseln, Dorf im Warndt und Ludweiler verlassen müssen. Der Bergwerkskonzern RAG hatte andere Pläne mit dem Gelände. Und so waren die Rosselanos von heute auf morgen heimatlos. Mit Freude wurden sie Anfang Juli in Wehrden aufgenommen. Die Interessengemeinschaft (IG) Wehrden bietet als Dach­verband das neue Zuhause, das Gasthaus Zum Kraftwerk, als Vereinslokal.

Rosselano-Präsident Andreas Chandoni (links) mit dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Wehrdener Vereine, Patrick Becker. - Foto: (c) Verein Rosselanos
Rosselano-Präsident Andreas Chandoni (links) mit dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Wehrdener Vereine, Patrick Becker. – Foto: (c) Verein Rosselanos