Ob Umrüstung von Straßenbeleuchtung in Dillingen und St. Ingbert, die saarländische Gründermesse, der Ausbau eines Gewerbegebiets in Losheim oder der Hotelneubau am Jägersburger Weiher: 16 Mio. Euro sind im vergangenen Jahr aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ins Saarland geflossen. 111 Projekte konnten mit den EU-Geldern umgesetzt werden. Im Rahmen der bewilligten Projekte wurden 2018 Investitionen von über 34,5 Mio. Euro getätigt. 2017 waren es noch rund 9,6 Mio. Euro Fördermittel, die Summe der Investitionen belief sich auf 20,7 Mio. Euro.

Anke Rehlinger - Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes - Foto: (c) Saarland.de
Anke Rehlinger – Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes – Foto: (c) Saarland.de

Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ist das EFRE-Programm ein wertvolles Instrument, um die Entwicklung des Saarlands zu einer modernen, breit gefächerten Industrie- und Dienstleistungsregion weiter voranzutreiben. „Die saarländische Wirtschaft steht vor Herausforderungen. Damit wir den Strukturwandel weiter erfolgreich meistern, müssen wir investieren. So stärken wir die Zukunftsfähigkeit saarländischer Unternehmen, sichern den Fachkräftebedarf und können die Lebensqualität an der Saar hochhalten oder erhöhen“, sagte die Ministerin.
Von der Verbesserung der hochschulischen Forschungsinfrastruktur über die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) bis hin zu Städtebaufördermaßnahmen sowie die Erhaltung und Sichtbarmachung des saarländischen Natur- und Kulturerbes – die Förderstruktur des EFRE-Programms ist breit gefächert. Angesichts des immer deutlicher spürbaren Klimawandels, aber auch vor dem Hintergrund steigender Energiepreise lag der Fokus bei der Förderung von Projekten im vergangenen Jahr insbesondere bei Maßnahmen zur Verringerung der CO2-Emmission. 48 Projekte wurden alleine in diesem Bereich bewilligt, es flossen Fördermittel in Höhe von 2,8 Mio. Euro.
„Ein starkes Signal“, findet Anke Rehlinger. „Auf dem Weg zu nachhaltigem Wachstum sind Klimafreundlichkeit und Energieeffizienz wichtige Bausteine und daher auch eine zentrale Voraussetzung bei der Bewilligung von Projekten.”
Eine Besonderheit, die 2018 mithilfe des EFRE-Programms aufs Gleis gesetzt wurde, ist der sogenannte EFRE Nachrangdarlehensfonds. Mithilfe dieses Förderinstruments können kleine und mittlere Unternehmen ebenso wie Gründerinnen und Gründer ihre Investitionstätigkeit erhöhen. Aufgelegt wurde der Nachrangdarlehensfonds vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB). Bis zum Ende des Förderzeitraums im Jahr 2023 stehen 16 Mio. Euro für den Fonds bereit, davon stammt die Hälfte aus EFRE-Mitteln. Innerhalb von fünf Monaten wurden bereits mehr als 2,6 Mio. Euro an insgesamt zehn Unternehmen ausgezahlt. Darlehensanträge liegen bereits von über 50 saarländischen Unternehmen vor, was erwarten lässt, dass sich der positive Trend fortsetzen wird.

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