Beschluss zu weiteren JugendbildungsreferentInnen
– Wildwuchs e.V. ist 25. Mitgliedsverband

Friedrichsthal. Mit mehr als 70 Delegierten und Gästen diskutierte am Freitag die Vollversammlung des Landesjugendrings Saar mit den Landesvorsitzenden der Parteijugendorganisationen über ehrenamtliche Jugendverbandsarbeit und zukunftsfähige Jugendpolitik. Erstaunliche Premiere: Erstmals sprachen sich dabei alle Vorsitzenden einschließlich der Jungen Union zumindest für ein Wahlalter 16 auf kommunaler Ebene aus. Jusos, Linke, Grüne Jugend, Junge Liberale und LJR wollen zwar Wahlalter 16 auf allen Ebenen. Aber In dieser gemeinsamen Diskussion gab es erstmals ein gemeinsames Signal für die Herabsetzung des Wahlalters auch im Saarland. Gefordert wurde im Bildstocker Rechtsschutzsaal ebenfalls, die Bemühungen fortzusetzen, die Förderung von Freizeit- und weitere Jugendarbeitsmaßnahmen in den Kreisen und auf Landesebene zu vereinheitlichen und auf digitalem Wege zu beantragen. Parteiübergreifend waren sich die VertreterInnen einig: Das ehrenamtliche Engagement müsse dringend von unnötigen bürokratischen Hürden in der Antragstellung befreit werden.

Die anstehende Umbildung der Landeregierung gab der Vollversammlung den Anlass, nochmals auf den Koalitionsvertrag hinzuweisen, in dem ankündigt wurde, die Zahl der hauptamtlichen JugendbildungsreferentInnen maßvoll und nachfrageorientiert in Abstimmung mit dem Landesjugendring zu erhöhen. “Die Nachfrage, in Bezug, auf die im Koalitionsvertrag beschriebene maßvolle nachfrageorientierte Erhöhung wird durch die Bedarfsmeldung der Jugendverbände definiert”, heißt es in dem einstimmigen Beschluss. Weiter: “Es ist sicherlich maßvoll, wenn wir von insgesamt 8,5 JugendbildungsreferentInnenstellen für 25 Jugendverbände reden.”

Als 25. Mitgliedsverband wurde einstimmig “Wildwuchs e.V.” in die Arbeitsgemeinschaft der Kinder- und Jugendverbände im Saarland aufgenommen. Wildwuchs e.V. ist der Dachverband und Interessenvertretung des Kinder- und Jugendtheaters im Verband Saarländischer Amateurtheater (VSAT).

Ebenfalls forderte die Vollversammlung eine Fördergarantie für Jugendarbeitsmaßnahmen der Erinnerungsarbeit. Saarländische PolitikerInnen sollten sich dafür einsetzen, dass die Fördermittel für historisch-politische Bildungsarbeit bedarfsgerecht aufgestockt werden. Bei den Städten und Gemeinden, so ein weiterer Beschluss, soll sich der Landesjugendring dafür einsetzen, dass Pfandringe im öffentlichen Raum angebracht werden, um Verletzungen und entwürdigende Situationen bei der Suche nach Pfandflaschen in Mülleimern entgegenzuwirken.

Grußworte sprachen die Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses Frau Petra Spoo-Ludwig, der Vertreter des Sozialministeriums Christoph Groß, die Vertreterin des Runden Tischs der Migrantenjugendgruppierungen Rajka Habel sowie die jugendpolitischen Sprecher der Landtagsfaktionen Alexander Zeyer (CDU), Sebastian Thul (SPD) und Dennis Lander (Linke).

Info Landesjugendring Saar
Der Landesjugendring Saar e.V. ist die Arbeitsgemeinschaft von 25 Kinder- und Jugendverbänden im Saarland. Er ist anerkannter Träger der Jugendhilfe im Saarland und gemeinnützig. Die Mitgliedsverbände sind konfessionell, gewerkschaftlich, sozial, ökologisch oder musisch-kulturell orientiert. Aufgabe des Landesjugendrings ist es u.a., die gemeinsamen Interessen der Kinder- und Jugendverbände und ihrer Mitglieder in Politik und Gesellschaft zu vertreten und öffentlich zu machen. Dies betrifft Fragen der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch quer durch alle Lebensbereiche die Interessen von Kindern und Jugendlichen. Der Landesjugendring Saar ist zudem Träger des Jugendserver-Saar (www.jugendserver-saar.de), dem Internet-Portal für Jugendliche und die Jugendhilfe im Saarland. Ein weiteres Angebot ist der Kulturring der Jugend, mit dem junge Menschen im Saarland günstig Theaterabonnements erwerben können.€‹

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