Klaus Buillon, Minister für Inneres, Bauen und Sport - Foto: (c) M. Schöneberger
Klaus Buillon, Minister für Inneres, Bauen und Sport – Foto: (c) M. Schöneberger

Am Freitag, 1. Februar 2019, hat Innenminister Klaus Bouillon im Landespolizeipräsidium in Saarbrücken über den aktuellen Stand der Planungen der neuen Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt berichtet. Als nächster Schritt stehen die Rodungsarbeiten an, die bis Ende Februar 2019 abgeschlossen sein werden, um daran anschließend mit den notwendigen Abriss- sowie vorbereitenden Erschließungsarbeiten beginnen zu können.

Die Planungen sehen es vor, dass auf dem bereits polizeilich genutzten Areal in der Mainzer Straße die neue Dienststelle, ein neues Parkhaus sowie Interimsflächen für den wegfallenden Parkraum errichtet werden. Neben der grundsätzlichen polizeispezifischen Ausstattung der Dienstelle wird es in diesem Gebäude auch möglich sein die erforderlichen Bedarfe und Abläufe der Polizei optimal umzusetzen.
„Wir profitieren von den bereits existenten infrastrukturellen Gegebenheiten auf dem Areal Mainzer Straße, wie beispielsweise der Raumschießanlage, den Lagermöglichkeiten und Besprechungsräumen, aber auch der Kantine und dem Fitnessraum, die zukünftig von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden können“, so der Innenminister.

Auch der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird ein besonderer Stellenwert zugeordnet. Die Polizeidienststelle wird so flexibel eingerichtet, dass der Einsatz von Teilzeitarbeitskräften jederzeit möglich ist und für Betreuungsengpässe ebenfalls ein Familienzimmer zur Verfügung steht.

Eine große PI Saarbrücken-Stadt bietet aber noch weitere Vorteile:
Durch die Baumaßnahme entsteht ein Parkraum in einer Größenordnung von 390 Parkplätzen. Die räumliche Lage, inklusive der ÖPNV-Anbindung ist für die Beschäftigten hervorragend. Logistische Wege sind deutlich kürzer, dadurch wird mehr Zeit frei für klassische polizeiliche Aufgaben, gerade in und für die Landeshauptstadt Saarbrücken.

Minister Bouillon: „Mit attraktiven Arbeitsplätzen und optimalen Rahmenbedingungen wird dies eine nachhaltige Verbesserung der polizeilichen Sicherheitsarchitektur in der Landeshauptstadt Saarbrücken darstellen, für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für unsere Polizistinnen und Polizisten.
Aber wir haben auch ‚nach vorne‘ geplant, so werden wir z. B. in Bezug auf E-Mobilität auch ‚E-Zapfsäulen‘ vorsehen oder im Bereich der Digitalisierung das Gebäude mit WLAN ertüchtigen.
Die PI Saarbrücken-Stadt wird in Zukunft auch einen höheren Frauenanteil, insbesondere im operativen Bereich haben. Hier haben wir vorausschauend Spind- und Sanitärräume so angelegt, dass wir ohne bauliche Eingriffe jederzeit flexibel reagieren können.“

Aktueller Planungsstand:

Es sind folgende „Bauabschnitte“ vorgesehen:
1. Ertüchtigung / Herrichtung des Geländes inklusive Abriss, neue Verkehrsführung und Infrastruktur
2. Zeitgleicher Bau der Polizeiinspektion und eines Parkhauses für Dienst-Kfz der Polizei und Mitarbeiter, zugleich notwendige Interimsfläche für den dann wegfallenden heutigen Parkraum
3. Bebauung des Restareals

Nach dem abgestimmten Rahmenterminplan der Fachplaner sind für das Jahr 2019 folgende Maßnahmen derzeit in Vorbereitung bzw. in Umsetzung:
•Bebauungsplanverfahren (B-Planverfahren)
•Flächenertüchtigung / Vorbereitung des Baufeldes (Rodung / Abbruch / Umverlegung von Leitungen)
•Erstellung eines Bauentwurfes und Kostenermittlung
•Erstellung der Genehmigungsplanung und Einreichung des Bauantrages
•Erstellung einer Verkehrsplanung für das Gesamtareal
•Beginn der Erschließungsmaßnahmen

Die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Service GmbH ist als Planer mit der Maßnahme beauftragt.

Innenminister Klaus Bouillon: „Die Verschmelzung der drei bestehenden Dienststellen zu einer großen PI Saarbrücken Stadt ist sinnvoll und ermöglicht Verbesserungen für Personal und Logistik. Kurze Wege, direkte und unkomplizierte Absprachemöglichkeiten in der Verwaltung bringen uns faktisch mehr Personal auf der Straße.“

Zum jetzigen Planungsstand werden bei derzeitigen Baupreisindex Gesamtkosten i.H.v. 39 Mio € bis 41 Mio € geschätzt. Die Übergabe der Polizeiinspektion Saarbrücken-Stadt ist für 2021/22 angestrebt.

Eckdaten
Es werden rund 300 Beschäftigte der PI Saarbrücken Stadt in der neuen Dienststelle ihren Dienst verrichten. Im Zuge der Organisationsentwicklung im Oktober wurden die ehemaligen Polizeiinspektionen Brebach und Alt-Saarbrücken, jetzt Polizeireviere, der PI Saarbrücken Stadt bereits organisatorisch angegliedert. Es werden die Organisationseinheiten Wach- und Streifendienst, Ermittlungs- und Servicedienst, Kriminaldienst und eine operative Einheit abgebildet.
Der Neubau der Polizeiinspektion wird bei einer Nutzfläche von rd. 5.000 m² insgesamt 197 Räume haben, davon 96 Büros und daneben Funktionsräume wie z. B. Einsatzleittische, Vernehmungszimmer und einen Gewahrsamstrakt mit 10 Zellen. Das Parkhaus und außenliegende PKW-Stellplätze werden insgesamt rd. 400 Stellplätze zur Verfügung stellen, für Dienstkraftfahrzeuge, Beschäftigte und Besucher.

Foto: (c) Perspektive Mainzer Straße; Quelle: Arus GmbH und Wenzel + Wenzel

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