Rehlinger: Jetzt für Herbst und Winter rüsten

Verkehrsministerin Anke Rehlinger ruft die Saarländerinnen und Saarländer dazu auf, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen, die der Herbst für den Straßenverkehr bringt. „Von Oktober bis Ostern sollten Autofahrer mit Winterreifen unterwegs sein“, so die Ministerin. „Es gilt die situative Winterreifenpflicht, das heißt, wir sind selbst dafür verantwortlich, dass unser Fahrzeug für den kommenden Winter gerüstet ist. Auf Glätte und Schnee sollte man frühzeitig vorbereitet sein.“

Seit 2017 gibt es rechtliche Neuerungen für Winterreifen: Als Winterreifen gelten seither nur noch die Reifen, die mit dem sogenannten Alpine-Symbol gekennzeichnet sind. Reifen mit der bisherigen M+S-Kennung erfüllen die Kriterien eines Winterreifens nicht mehr. Wurden sie vor dem 31.12.2017 gekauft, so dürfen sie allerdings noch während der Übergangsfrist bis zum 30.9.2024 gefahren werden. Ausgenommen von der situativen Winterreifenpflicht sind neben Spezialfahrzeugen auch einspurige Fahrzeuge wie z.B. Krafträder, denn für sie bietet der Handel keine Winterreifen an. Fahrer dieser Fahrzeuge sind jedoch dazu verpflichtet, zu prüfen, ob die Fahrt auch bei widrigen Wetterverhältnissen unvermeidbar ist oder das Ziel mit anderen Verkehrsmitteln erreicht werden kann.

Neben den richtigen Reifen trägt aber auch die Sichtbarkeit entscheidend zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. „Wenn die Tage nun wieder kürzer werden, sinkt auch die Sichtbarkeit im Straßenverkehr – ebenso bei schlechten Wetterverhältnissen. Alle, die auf unseren Straßen unterwegs sind, sollten dafür sorgen, dass sie gut zu sehen sind, dazu zählen insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrer. Reflektoren und helle Kleidung sorgen beispielsweise für eine bessere Sichtbarkeit“, so Anke Rehlinger.

Allen Autofahrern empfiehlt die Ministerin, den kostenlosen „Licht-Test“ zu nutzen: Unter dem Motto „Schafft Sicherheit, schützt Leben!“ laden die Zentralverbände des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) und der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) gemeinsam mit der Deutschen Verkehrswacht bereits zum 62. Mal zu dieser Aktion ein. Im Oktober können Autofahrer in ganz Deutschland kostenlos die Fahrzeugbeleuchtung ihres Autos und ihr Sehvermögen überprüfen lassen und so dafür sorgen, dass sie nicht nur gut sichtbar sind, sondern auch gut sehen. „Gerade für junge Autofahrer mit geringerem Budget ist dies eine attraktive Möglichkeit, ihre Beleuchtung auf Verkehrstauglichkeit zu testen“, sagt Verkehrsministerin Rehlinger.

Obwohl 90 Prozent aller relevanten Informationen über die Augen erfasst wird, verrät die jährliche Statistik des Licht-Tests, dass zu Beginn der dunklen Jahreszeit rund jedes dritte Fahrzeug mit defekten Lichtern unterwegs ist, jeder zehnte Autofahrer blendet andere Verkehrsteilnehmer. Zudem sieht jeder zweite Verkehrsteilnehmer nicht ausreichend. 

Die rund 500 Meisterbetriebe der Kfz-Innungen im Saarland führen den „Licht-Test“ durch und kontrollieren die Fahrzeuglichter der Saarländerinnen und Saarländer. Zusätzlich prüfen teilnehmende Innungsaugenoptiker kostenlos die aktuelle Tagessehschärfe der Verkehrsteilnehmer.

Weitere Infos: www.licht-test.de