Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie - Foto: (c) Saarland.de
Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie – Foto: (c) Saarland.de

Im Rahmen eines durch das Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts werden im Saarland auf den Gesundheitsmarkt ausgerichtete Integrationsmaßnahmen modellhaft erprobt und evaluiert. Die Projektträgerschaft übernimmt im Saarland als Institution der Wirtschaftsförderung der saarland.innovation&standort e.V. (saaris).

 

„Ich freue mich, dass dieses Modellprojekt im Saarland ins Leben gerufen wurde und nun über die Grenzen hinaus zur Verbesserung der Situation in der Pflege beitragen kann. Ich bin froh, dass diese saarländische Initiative einen nachhaltigen und innovativen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs im deutschen Gesundheitswesen leisten möchte“, betont die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann.

 

Im November 2017 startete das Projekt mit dem Schwerpunkt Pflege, häusliche Betreuung und Humanmedizin in die erste Phase. Hier wurden  unterschiedliche Teilkonzepte so weit wie möglich ausgearbeitet. Mit der Vorstellung wird nun die zweite Phase eingeläutet, in der die pilothafte Umsetzung startet.

 

„Dazu bedarf es flächendeckend orientierter Vorhaben, aus denen bundesweit adaptierbare strukturelle Verbesserungen ableitbar sind und die nicht nur integrationspolitischen Aspekten, sondern vor allem dem Ziel einer Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung Rechnung tragen“, so saaris-Geschäftsführer Christoph Lang.

 

Als Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt müssen ausländische Fachkräfte einen Aufenthaltstitel und ein Mindest-Sprachniveau von B2 oder C1 aufweisen. Inzwischen gibt es eine Reihe von praktischen Erfahrungen mit modellhaften Ansätzen der beruflichen Integration von Menschen mit Fluchthintergrund in das deutsche Gesundheitswesen; mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Gesundheitswirtschaft, aber auch aus Gründen der Integration ist es nun an der Zeit, aus den bisher meist kommunal ausgerichteten Projekten einen Rahmen von allgemein übertragbaren Integrationsinstrumenten und Unterstützungsstrukturen abzuleiten. Ein Ziel soll dabei die Erarbeitung von Strategien und konzeptionellen Ansätzen zur Verbesserung der Sprachkompetenz von Migrantinnen und Migranten sein sowie die Optimierung der „Integrationsketten“ in der Modellregion.

 

Das Projektbudget, das vom Bund bereitgestellt wird, beträgt 2,2 Millionen Euro und steht für die gesamte Laufzeit zur Verfügung.