Dudweiler (pp) Die Dudweiler Narren waren kaum zu bremsen.

Noch vor der Begrüßung durch Ulrich Jäckels, vom Verband saarländischer Karnevalsvereine (VSK) starteten sie beinahe zu früh mit ihrem Einmarsch in das voll besetzte Bürgerhaus. Jäckels, der für das Präsidium des Festausschusses Dudweiler Faasenacht durch das Programm führte, konnte sie noch einen Moment zurückhalten, um als Gastgeber zuerst alle Gäste, insbesondere Vertreter des Bezirksrats, des Präsidiums vom VSK und die Delegationen zahlreicher befreundeter Karnevalsvereine zu begrüßen. Dann aber gab´s kein Halten mehr und aus rund 500 Kehlen ertönte endlich ein nicht mehr enden wollendes „Alleh Hopp“-Rufen beim Einmarsch aller Aktiven der sechs Dudweiler Karnevalsvereine in den großen Saal. Der Musikzug 1968 sorgte mit dem Narrhallamarsch und anderen flotten Klängen für die richtige Stimmung im Haus und riss die Faasebooze von ihren Stühlen. „Wenn ich hier die bunten Fahnen unserer Faasenachtsvereine sehe, fühle ich mich zuhause!“ erklärte der Maitre de Plaisir vom Kaltnaggischer Gardisten Corps (KGC), Werner Jungfleisch, bei seiner Begrüßung. Die Gardisten stellen in diesem Jahr das 47. Kinderprinzenpaar, dessen Proklamation der zentrale Programmpunkt des Nachmittags war. Bevor die beiden jedoch inthroniert werden konnten, galt es, die beiden bisherigen Tollitäten, Prinz Sandro I. und ihre Lieblichkeit, Prinzessin Laura II. zu verabschieden. Unter tosendem Applaus betraten die beiden zum letzten Mal in dieser Funktion die Bühne, begleitet von Vertretern aller Dudweiler Karnevalsvereine. Nun erwarteten alle gespannt die beiden Nachfolger, als ein Thron auf die Bühne gerollt wurde, der mit Tüchern mit Rosenmustern abgehängt war. Der junge werdende Prinz, Mario I. schritt theatralisch mit einem Schwert bewaffnet auf die Bühne, „zerschnitt“ damit symbolisch die Rosen und befreite seine darunter versteckte künftige Prinzessin Angelina I., um mit ihr einen flotten Tanz auf´s Parkett zu legen. Es folgte die Proklamation und die Übergabe von Prinzenkette, Kappe, Diadem und Zepter vom bisherigen an das neue Kinderprinzenpaar. „Wir bedanken uns bei unserem Verein, der KG Pfaffenkopf und bei unseren Eltern für diese tolle Zeit.“ sagte Prinz Sandro zum Abschied und während Fotos und bewegte Bilder ihres zurückliegenden Regentenjahres, das nun endete, auf einer Leinwand noch einen letzten Rückblick zeigten, sangen die Lerchensänger „Es ist Zeit, für uns zu geh´n“. Schließlich hatten Laura und Sandro ihre prächtigen Kleider abgelegt und traten sichtlich bewegt und in zivil von der Bühne ab. Auch im Saal blieb kaum ein Auge trocken. Doch die Stimmung nahm schnell wieder Fahrt auf, denn der Abschied bedeutete gleichzeitig Neubeginn in eine neue Session. „Spaß und Freude wollen wir euch schenken und gemeinsam mit Euch die Dudweiler Faasenacht lenken“ hieß es bei der Antrittsrede von Prizessin Angelina I. Und ihr Prinz Mario I. brachte Allen ein Ständchen „Ach wär ich nur ein einzig Mal, ein schmucker Prinz im Karneval.“ Dieser Wunsch ging ihm nun in Erfüllung. So nahmen die beiden frischgebackenen Tollitäten den Karnevalisten im Saal den närrischen Eid ab, in den kommenden Faasenachtswochen angemessen zu feiern und mit einem goldenen Konfettiregen gaben die Gardisten endlich den Startschuss in die neue Session. „Endlich sind die Narren wieder aus dem Sommerschlaf erwacht.“ freute sich Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz und verkündete, dass der Bezirksrat kürzlich wieder alle notwendigen Haushaltsmittel für die Dudweiler Faasenacht einstimmig genehmigt habe. Zu Ehren des neuen Kinderprinzenpaares folgten phantastische Tanzbeiträge von der Jugendgarde des Dudweiler Carneval Clubs (DCC), dem akrobatischen Mariechen Natalie Gräber vom Kaltnaggischer Gardisten Corps (KGC), der Aktivengarde der Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf (KGP), dem Tanzpaar der Geisekippcher Buwe unn Määde, Vivien Cittlau und Marek Zimmer, der Tanzgarde der großen Dudweiler Karnevalsgesellschaft Grüne Nelke sowie von Lea-Sophie Federkeil, dem Mariechen des Heimat- und Kulturvereins Dudweiler-Nord (HKV). Spätestens jetzt war allen klar: „Nun ist es wieder so weit – die Faasenacht macht sich in Dudweiler breit!“


Zur Fotogalerie Sessionseröffnung Dudweiler 2017 (1)

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