Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

(c) Gemeinde Eppelborn - Buergermeisterin Birgit Müller Closset
(c) Gemeinde Eppelborn – Buergermeisterin Birgit Müller Closset

demografischer Wandel, Globalisierung, Klimaschutz, Digitalisierung müssen von Kommunen, auch der unseren, innovativ angegangen werden. Ländliche Regionen sind von der demografischen Entwicklung besonders betroffen, viele jüngere Menschen wandern in Wachstumsregionen ab. Dies stellt man an leerstehenden Immobilien fest, Geschäftsaufgaben im Bereich des Einzelhandels und einem nicht optimalen Angebot unseres Öffentlichen Personennahverkehrs. Dem gilt es entgegenzusteuern. So kann Digitalisierung der Daseinsvorsorge auf dem Land neue Perspektiven eröffnen. Vernetztes bürgerschaftliches Engagement und die kommunale Öffentlichkeitsarbeit können zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen von jüngeren und älteren Mitbürgern auf dem Land beitragen. Ein großartiges bürgerschaftliches Engagement leistet augenblicklich unser Seniorenbeirat in Eppelborn, der aus 14 engagierten Mitgliedern besteht. Regelmäßig trifft man sich und beschäftigt sich mit Themen, die nicht nur die ältere Generation angehen, sondern das Gemeinwohl insgesamt im Blick haben. Ein großartiges Projekt ist die freundliche Toilette, sind Aktionen wie Parkkärtchen zum Fairen Parken, ein geplanter Mittagstisch und ein Erzählcafé. Für nächstes Jahr ist eine Seniorenmesse geplant. Aktuell initiiert der Seniorenbeirat kostenlose Computer- und Tabletkurse von Onlinerland Saar, es gibt viele Nachfragen nach diesen Kursen, die das ganze Jahr über im Rathaus stattfinden werden. Die digitale Kompetenz wird gestärkt durch diese Qualifizierungen, aber auch die Idee sich stärker mit anderen sozialen Gruppen auszutauschen und zu  vernetzen. Die Bewerbung um die Teilnahme am Projekt Virtuelles Mehrgenerationenhaus läuft momentan auch. Das Thema Schutz der Menschen im Straßenverkehr durch verkehrsberuhigte Zonen und Sensibilisierung der Bevölkerung ist ein weiteres wichtiges Thema unseres Seniorenbeirats.

Um in einer ländlichen Gemeinde wie Eppelborn gleichwertige Lebensverhältnisse und mehr Lebensqualität zu erzielen, bedarf es eines medizinischen Netzwerkes, ebenso wie  telemedizinischer Anwendungen, wenn Arztpraxen überlastet sind, weil es einfach zu wenig Ärzte gibt. Auch bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen lassen sich digitale Anwendungen einsetzen. Das Vitalportal ist der virtuelle Marktplatz für Gesundheitsdienstleistungen im Landkreis Neunkirchen und der digitale Anlaufpunkt für das Projekt „Vitalregion Neunkirchen“. Im Vitalportal präsentieren kommerzielle (gewerbliche) lokale und regionale Dienstleister ihre Unternehmen und Angebote und somit versteht sich das Vitalportal als Ergänzung zum Online-Portal „Das Saarland lebt gesund!“ (www.das-saarland-lebt-gesund.org), welches Angebote von nicht-kommerziellen (nicht-gewerblichen) Dienstleistern listet.  In  unserem Hellbergbad steht ein Info-Terminal zum Vitalportal, das kostenlos von jedem benutzt werden darf.

Wo es wegen zu weniger Kunden keine Geschäfte mehr gibt, sollte es zumindest einen mobilen Dorfladen geben, hier steckt noch einiges an Entwicklungspotential für unsere kleineren Ortsteile.

Das Thema „Wohnen“ ist ein weiteres wichtiges Thema, unser Landkreis bietet als kommunale Wohnberatungsstelle in Zusammenarbeit mit den Kreiskommunen ab April ein neues Kompetenznetzwerk WohnGutSozial an. Dieses hat das Thema „Wohnungsanpassungsberatung – Daheim wohnen bleiben altersgerecht und barrierearm“. Wir werden Sie informieren.

Als Gemeinde Eppelborn haben wir großes Interesse daran, zusammen mit interessierten Nachbarkommunen ein Gemeindeportal „Dahemm 4.0“ interkommunal zu entwickeln, um das Alltagsleben in unserer Gemeinde zukünftig stärker zu unterstützen. In Bayern und Rheinland-Pfalz werden entsprechende Projekte bereits gefördert (www.digitales-dorf.bayern).

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