Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur (SPD).
Foto: (c) Oliver Dietze

• Weiterhin große Stabilität bei den Anmeldezahlen für Gemeinschaftsschule und Gymnasium
• Echter Ganztag: Mehr als ein Viertel (29 Prozent) der Schüler_innen besuchen Ganztagsunterricht

Für das kommende Schuljahr 2019/2020 sind derzeit saarlandweit 6.484 (2018/2019: 6.678) Schülerinnen und Schüler für die Eingangsklassen der Gemeinschaftsschulen und der Gymnasien angemeldet (öffentliche Schulen). 3.628 Schülerinnen und Schüler werden voraussichtlich in den Gemeinschaftsschulen (2018/2019: 3.736) und 2.856 Schülerinnen und Schüler in den Gymnasien neu aufgenommen (2018/2019: 2.942).

Von den neu aufzunehmenden künftigen Fünftklässler_innen im weiterführenden Bereich werden demnach künftig 56 Prozent an den Gemeinschaftsschulen und 44 Prozent an den Gymnasien unterrichtet. Diese Anteile sind nunmehr seit sieben Jahren konstant.

Bildungsminister Ulrich Commerçon: „Die vorläufigen Anmeldezahlen der künftigen Fünftklässler und Fünftklässlerinnen und deren Ausgewogenheit zeigen sieben Jahre nach Einführung der Gemeinschaftsschule eine hohe Stabilität der Anmeldezahlen zwischen den beiden Schulformen. Die Gemeinschaftsschule hat sich neben den Gymnasien etabliert, wird von Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern gleichermaßen geschätzt. Das ist ein großer Erfolg, den wir insbesondere unseren engagierten Kollegien zu verdanken haben!“

Einen ungebrochen hohen Zulauf erlebt der Echte Ganztag: Von den 3.628 Schülerinnen und Schülern, die sich für eine Gemeinschaftsschule entschieden haben, werden 1.054 Schüler_innen – entspricht einem Anteil von 29 Prozent – im kommenden Schuljahr im gebundenen – also echten – Ganztagsunterricht beschult (Vorjahr: 1.033 Schülerinnen und Schüler, insgesamt 28 Prozent). Bei den Gemeinschaftsschulen meldeten sich demnach mehr als ein Viertel der künftigen Fünftklässler_innen bei einem Ganztagsangebot an.

„Wir erleben einen ungebrochenen Zulauf bei den Ganztagsangeboten. Eine massive Steigerung gibt es vor allem dort, wo der echte Ganztag gut etabliert und gut umgesetzt wird. Es hat sich gelohnt, in den letzten Jahren die Voraussetzungen für diesen Erfolg zu schaffen. Wir kommen damit nicht nur den Bedürfnissen der Familien nach, sondern schaffen durch das pädagogische Angebot der Ganztagsschulen vor allem mehr Bildungsgerechtigkeit“, so Commerçon.

Einen Ansturm beim Ganztag – der sogar die Aufnahmekapazität deutlich übertrifft – müssen fürs kommende Schuljahr die Gemeinschaftsschulen in Dillingen, Merchweiler und Neunkirchen-Haspelstraße bewältigen.

„Wir haben im Koalitionsvertag den Anspruch formuliert, Wahlfreiheit zwischen Halbtags- und Ganztagsschulen zu ermöglichen. Solange wir den Ganztag nicht flächendeckend anbieten, sind wir davon noch entfernt. Wir müssen weiter in den Ausbau investieren. Das zeigen uns die Anmeldezahlen ganz deutlich. Mancherorts reicht die Kapazität schlicht nicht aus“, sagt Bildungsminister Ulrich Commerçon

Hinweis: Die jetzt vorgestellten Anmeldezahlen spiegeln den derzeitigen Stand wider. Erfahrungsgemäß kommt es vor allem bei den Gemeinschaftsschulen noch zu weiteren Anmeldungen.

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